Geländeplanung

Auf dem Gelände der bisherigen Hauptwerkstatt in Heiterblick entsteht unter der Projektträgerschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH das Technische Zentrum Heiterblick. Zwischen dem Baustart 2011 und der Inbetriebnahme des dritten Bauabschnitts 2016 wird auf dem insgesamt 165.000 Quadratmeter großen Grundstück in drei Bauphasen neu- und umgebaut. Konkret werden auf dem Gelände im Verlauf der Arbeiten neben einer Hauptwerkstatt für alle 320 Fahrzeuge eine Abstellhalle und eine Betriebswerkstatt für 130 Straßenbahnen, eine Infrastrukturwerkstatt und Möglichkeiten zum Abstellen von 40 Busse eingerichtet. Die Bauplanung erfolgt nach einem Entwurf der Architekten schulz & schulz. Diese hatten mit ihrer Konzeption für Gebäude und Freianlagen sowie Verkehr- bzw. Infrastruktur gemeinsam mit der Rail & Bus Consultants GmbH (vorher Rhein-Consult GmbH) bei einem Wettbewerb den Zuschlag erhalten.

Foto über die Funktionalität des Zentrums Funktionalität und Nutzerbedarf auf dem Gelände (Quelle: LVB, Stand: 06/2011)

 
Die Konfiguration erfolgt nicht nur aufgrund der Notwendigkeit, die technischen Möglichkeiten zur Wartung und Inspektion wesentlich zu modernisieren. Vielmehr wird die örtliche Konzentration verschiedener Bereiche, die bisher räumlich getrennt agierten, herbeigeführt. Das bedeutet, dass Töchter der LVB, die beispielsweise für Instandhaltung, Wartung, Pflege oder Ausbildung zuständig sind, nun zusammengeführt werden. Indem IFTEC (Systeminstandhaltung an Fahrzeugen und Fahrwegen), Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB), LeoBus, Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe (LAB) und Leipziger Servicebetriebe (LSB) im Technischen Zentrum Heiterblick in direkter Nachbarschaft agieren, werden Wege verkürzt und Synergien nutzbar.

Das Projekt ist in zwei Realisierungsphasen eingeteilt. Hierbei soll zunächst in den Jahren 2011 bis 2013 mit dem Bauabschnitt II.1 die Hauptwerkstatt und eine Freiabstellung mit einer Kapazität für 60 Fahrzeugeinheiten gebaut werden. In der zweiten Phase wird in den Abschnitten II.2 und II.3 der Neubau der Betriebswerkstatt, der Abstellhalle mit einer Kapazität für 180 Fahrzeugeinheiten, einer Busabstellanlage sowie die Sanierung von Bestandsgebäuden und die abschließende Herstellung der Außenanlagen realisiert.